Tische für Stereomikroskope

Immer der richtige Untergrund: Die Tische für Stereomikroskope

Neben den technischen Besonderheiten bei Stereomikroskopen sind auch die verschiedenen Arten von Tischen einer besonderen Betrachtung wert. Denn so vielfältig wie Stereomikroskope einsetzbar sind, so vielfältig müssen auch die Tische sein, um in den verschiedenen Anwendungsfeldern nutzbar zu sein. Dabei haben alle Tische Ihre spezifische Funktionsweise, die im Folgenden beschrieben wird.

Welche Tische gibt es überhaupt?

Für Stereomikroskope gibt es sechs Arten von Tischen:

  • manueller Tisch
  • motorisierter Tisch
  • Gleittisch
  • Kugeltisch
  • Messtisch
  • Polarisations-Drehtisch

Alle diese Tische für Stereomikroskope finden Ihren Einsatz in unterschiedlichen Anwendungen. Weiterhin kann ein Tisch für ein Stereomikroskop mit zusätzlichem Zubehör und in verschiedenen Ausstattungsvarianten bestellt werden. Auf diese Weise werden die Tische optimal auf Ihr Anwendungsgebiet zugeschnitten.

Manueller Tisch für Stereomikroskope

Dieser Tisch für Stereomikroskope funktioniert über einen manuellen Trieb mit Zahnstange, d.h. mit einem X/Y Koaxialtrieb, genau wie bei einem Compound Mikroskop. Den manuellen Tisch für Stereomikroskope kann man sowohl für Durchlicht als auch für Auflicht ausstatten.

Zur Anwendung kommt dieser Tisch immer dann, wenn Proben präzise positioniert werden müssen. Dies ist insbesondere bei hohen Vergrößerungen von Nutzen, da eine manuelle Positionierung hier oftmals nicht mehr fein genug vorgenommen werden kann. Die Anwendungen finden sich sowohl im biologischen als auch im industriellen Bereich.


Motorisierter Tisch für Stereomikroskope

Der motorisierte Tisch für Stereomikroskope funktioniert ebenfalls über eine Verschiebung entlang der X/Y Achse, allerdings ist diese motorisiert. Gesteuert wird der Trieb über eine separate Bedieneinheit oder per Software.

Im Gegensatz zur manuellen Variante kann ein motorisierter Tisch definierte Koordinaten oder Punkte der Probe immer wieder gezielt anfahren, d.h. ein motorisierter Tisch für Stereomikroskope ist für sich wiederholende oder reproduzierbare Arbeitsschritte vorgesehen. Durch diese präzise Koordinatensteuerung kann diese Tischvariante auch als Messtisch verwendet werden, indem Koordinaten per Software oder Bedienpanel ausgelesen werden.

Eine weitere Anwendung für den motorisierten Tisch sind Panoramaaufnahmen, auch Stitching bzw. Stitchen genannt. Dabei werden einzelne Kachelbilder zu einer großen Panoramaaufnahme zusammengesetzt, sodass ein großer Probenbereich in hoher Auflösung aufgenommen wird.



Gleittische für Stereomikroskope

Gleittische für Stereomikroskope funktionieren nach dem Prinzip einer verschiebbaren Platte auf einer Grundplatte. Die Verschiebbarkeit zwischen den beiden Platten wird dabei durch eine gleitende Fettschicht sichergestellt.

Proben können auf diese Art sehr leichtgängig und ohne Ruckeln positioniert werden, was u.a. in der Qualitätskontrolle (Screenen großer Oberflächen) sowie bei größeren und flachen Proben von Vorteil ist.

Kugeltische für Stereomikroskope

Kugeltische für Stereomikroskope funktionieren nach dem Prinzip, dass eine Probenplatte auf einer Halbkugel platziert wird. Diese kann nun durch Drehen und im Winkel in jeder Richtung verändert werden. Dies ist die große Stärke dieses Tischs: Das Ausrichten des Stereomikroskops entfällt und man kann die Probe komfortabel aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Ein weiterer Vorteil des Kugeltischs ist es, dass er mit allen Stativen genutzt werden kann. Sowohl bei Auf- und Durchlichtstativen für Stereomikroskope als auch bei Flex- und Schwenkarmstativen für Stereomikroskope können Kugeltische verwendet werden.

Vielen Anwendern stellt sich bei Kugeltischen die folgende Frage: Wenn man den Tisch Drehen und Neigen kann und das Stereomikroskop nicht mehr bewegen muss, wie bleibt die Probe trotzdem in Position? Damit die Probe unter dem Stereomikroskop präzise in Position bleibt, kann ein Kugeltisch mit verschiedenen Untergründen ausgestattet werden. Je nach Probe kann ein Haftuntergrund bzw. eine Haftbelagplatte aufgelegt werden, optional aus ESD-Material zur Vermeidung elektrostatischer Entladung. Alternativ gibt es auch Magnettische und sogar die Fixierung der Probe per Vakuumpumpe ist möglich.

Bei der Anwendung wird ein Kugeltisch unter einem Stereomikroskop z.B. in der Elektronikfertigung oder bei Qualitätskontrollen genutzt. Hierbei ist z.B. die Prüfung von Schrauben zu nennen, die aus unterschiedlichen Winkeln unter dem Stereomikroskop betrachtet werden müssen.

Messtische für Stereomikroskope

Messtische für Stereomikroskope funktionieren hinsichtlich der Bedienung genau wie manuelle Tische mit X/Y Trieb. Zusätzlich sind diese Tische mit einer analogen oder digitalen Mikrometerschraube ausgestattet, mit deren Hilfe sich die Koordinaten ablesen lassen.

Seine Anwendung finden Messtische für Stereomikroskope überall dort, wo Proben besonders präzise ausgemessen werden müssen.

Polarisationsdrehtische für Stereomikroskope

Polarisationsdrehtische für Stereomikroskope funktionieren so, dass die Probe auf einen Durchlichttisch gelegt wird, unter dem sich der Polarisator befindet. Der Polarisator kann auch im Drehtisch integriert sein. Der Tisch ist, wie der Name schon sagt, drehbar, wodurch die Probe in Relation zur Polarisationsrichtung des Lichts verändert werden kann.


An Zubehör sind Objektführer und Lambda-Platten (Rot 1. Ordnung) für Polarisationsdrehtische erhältlich.

Ein Stereomikroskop wird dann mit einem Polarisationsdrehtisch ausgestattet, wenn doppelbrechende Materialien analysiert werden. Dies ist z.B. in der Geologie zur Analyse von Gesteinen oder Kristallen der Fall.

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